Skandinavien rockt in der Technologie- und Finanzbranche

Skandinavien ist Vorreiter in der Digitalisierung

Bargeld gehört in der nordischen Region praktisch der Vergangenheit an. Bezahlt wird mit dem Smartphone oder der Karte. Das 5G-Netz wird nicht nur mit offenen Armen begrüßt, sondern mit den einheimischen Unternehmen gefördert und ausgebaut. Die skandinavischen Länder zählen seit einiger Zeit zu den wichtigsten Technikstandorten der Welt. Die Infrastruktur für Elektroautos ist gut ausgebaut und 3,3 Prozent des BIP Schwedens wird in Forschung und Entwicklung gesteckt – mit dieser Zahl steht das Land an der europäischen Spitze. Die dänische Stadt Odense auf Fünen ist in der Welt bereits als „Silicon Valley der Robotik“ bekannt. Das 5G-Netz verspricht nicht nur schnelleres Internet für Privatnutzer von Smartphones, sondern ein effizienteres Arbeiten: Produktionsprozesse werden effektiv gesteuert, Fehler schneller behoben, der Informationsaustausch beschleunigt und die Produktion wird günstiger. Ein kollaboratives Arbeiten von Mensch und Roboter „Hand in Hand“ wird angestrebt und ausgebaut. Die Boston Consulting Group hat herausgefunden, dass die Zahl der Patente in den skandinavischen Ländern mit einem Wachstum von 19 Prozent pro Jahr deutlich vor dem weltweiten Schnitt von 12 Prozent pro Jahr liegt.

Große Firmen wie Ericsson aus Schweden und Nokia aus Finnland sind auf dem Markt für Big Data und Analyse stark. Teradyne aus Dänemark ist führend im Bereich der Robotik. Die ausgeprägte Digitalisierung hat vor allem in der Corona-Pandemie geholfen: Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, war in den nordischen Ländern deutlich weniger problematisch. Die schwedische Wirtschaft hat insbesondere von dem kontrovers diskutierten Sonderweg in der Pandemie profitiert, nachdem der Arbeitsalltag dort vielerorts normal ablief, während der Rest von Europa harte Lockdowns verkraften musste. 

Der Finanzmarkt

Die Staatshaushalte der skandinavischen Länder erfreuen sich guter Gesundheit. Die Staatsverschuldung Schwedens beispielsweise liegt mit etwa 40 Prozent des BIP unter dem Schuldenniveau anderer europäischer Länder. Deutschland erreicht 2021 bei etwa 71 Prozent. Von den Staatsfinanzen abgesehen, haben sich digitale Bezahlsysteme einen Namen gemacht: Klarna aus Schweden ist mittlerweile der größte Konkurrent von PayPal. Im Finanz- und Versicherungswesen setzt die finnische Sampo Group Maßstäbe. Sie ist eines der größten Finanzunternehmen nach Marktkapitalisierung auf dem finnischen Nasdaq OMX Helsinki. Neben der Technologie- und Finanzbranche punktet Skandinavien mit seinen Rohstoffexporten – und mit der Entwicklung und dem Verkauf der dazugehörigen Geräte.

Drei Fonds mit Fokus auf den skandinavischen Markt

Das Fondsmanagement hinter dem Fidelity Funds - Nordic Fund (ISIN: LU0048588080) greift auf ein Research-Team von 400 Mitarbeitern rund um den Globus zurück. Die Analysten besuchen persönlich die Unternehmen und Standorte, um sich ein Bild von den Wachstumschancen zu machen. Dieser tiefe Einblick, gepaart mit einer Bottom-up-Strategie ermöglicht den Fondsmanagern, fundierte Anlageentscheidungen zu treffen. Der 1990 aufgelegte Fonds investiert primär in Industriegüter, Finanzen und Grundstoffe in skandinavischen Ländern. Zu den Top-Titel zählen Sampo Oyi, ein finnischer Finanz- und Versicherungsunternehmen, der Tech-Konzern Ericsson und die Byggmax Group, ein Baustoffhandel aus Schweden. Der Nordic Fund ist sparplan- und VL-fähig.

Der Nordea 1 - Nordic Equity Fund (ISIN: LU0064675639): „Als aktiver Assetmanager verstehen wir uns darauf, für unterschiedliche Marktumfelder sowohl Alpha- als auch ergebnisorientierte Anlagelösungen zu finden“, so das Management über den Anlageansatz. Die Strategie geht auf, denn der Fonds hat seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 27 Prozent erzielt. Das Fondsvermögen wird primär in Unternehmen aus der Finanzbranche investiert, es sind aber auch Titel aus der Pharmaindustrie wie Novo Nordisk Pharma vertreten: Das dänische Unternehmen hat sich auf die Bekämpfung von Diabetes spezialisiert und macht den größten Wertbestand des Fonds aus. Es folgen Sampo Oyi und Evolution aus Schweden. Letzteres Unternehmen gehört zum Sektor der Nicht-Basiskonsumgüter im Technologiebereich.

In die kleineren Unternehmen Skandinaviens investiert der SEB Nordic Small Cap Fund (ISIN: LU0385664312). Im Portfolio befinden sich zwischen 40 und 80 Titel, die meisten davon aus den Branchen der Industriegüter, Technologie und dem Gesundheitswesen. Das Fondsmanagement trifft sich regelmäßig mit den Unternehmen sowohl vor als auch während der Investitionsphase. Unerprobte Geschäftsmodelle werden nicht ins Portfolio aufgenommen. Die drei Top-Positionen sind Addtech, Lifco und die Revenio Group OYJ. Addtech ist ein schwedisches Technologieunternehmen, das den Nischenmarkt für Hightech-Lösungen bedient. Lifco kommt ebenfalls aus Schweden und gehört zu den stark wachsenden Unternehmen, die in Nischenbranchen arbeiten. Dazu gehören Zahntechnik, Abrisstechnik (z.B. Roboter, Kräne) sowie technische Systemlösungen. Die Revenio Group gehört zu den führenden Unternehmen in der augenärztlichen Technik.

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