MainFirst Global Equities Fund

„Dabei ist die Grundphilosophie die folgende: Wir wählen Unternehmen aus, die das beste Wachstumspotenzial aufweisen und die zukünftige Champions werden können“ beschreibt Fondsmanager (ISIN: LU0864709349) Frank Schwarz die Strategie. Schwarz ist seit 2012 als Portfoliomanager bei MainFirst tätig. Er ist außerdem als Lead Portfoliomanager für die globale Aktienstrategie verantwortlich. Sein Team konzentriert sich auf die Identifikation von strukturellen Wachstumstrends, die damit verbundene Aktienauswahl und die strategische Asset Allocation. Dabei beachtet das Management umfänglich ESG-Kriterien: Der Fonds weist unter anderem das Siegel des Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) auf.

„Die Aktienkurse unserer Investments entwickeln sich langfristig parallel zum organischen Umsatzwachstum der entsprechenden Firmen. Seit Auflage dieser Strategie bei MainFirst vor mehr als acht Jahren lag der Return der Aktien bei mehr als 23 % p.a., während das durchschnittliche organische Umsatzwachstum bei 24 % lag. Wir erwarten, dass sich dieser Gleichlauf auch in den kommenden Jahren fortsetzt“, so Schwarz. Aktuelle Schwerpunktthemen des MainFirst Global Equities Fund sind die Verlagerung der IT in die Cloud, Datensicherheit, Halbleiter, Erneuerbare Energien und das Thema Auto der Zukunft. „Unser Fokus liegt auf langfristigen Investments, und daher ist es wichtig, Trends zur richtigen Zeit zu erkennen.“

So ist der Fonds beispielsweise seit 2013 in Tesla investiert. Langfristig würden die meisten Autos Elektroautos sein, die immer mehr Funktionen des Fahrers übernehmen. „Hier sehen wir Tesla, aber auch zum Beispiel die chinesische Firma BYD am besten positioniert. Auch andere chinesische Autohersteller werden in Zukunft viele Elektroautos in Europa und Nordamerika verkaufen können.“ Build Your Dreams (BYD) findet sich aktuell ebenfalls im Portfolio. An dem Unternehmen hatte sich etwa Warren Buffet früh beteiligt. Auch wenn sich die europäischen Hersteller nach Einschätzung von Schwarz bei den Themen Batterien, Halbleiter, Software und autonomem Fahren verbunden mit künstlicher Intelligenz deutlich im Rückstand befinden, ließen sich beispielsweise im Bereich der Halbleiterhersteller durchaus interessante europäische Unternehmen finden. Schwarz nennt beispielsweise Infineon, ST Micro und Soitec. „Diese Unternehmen sollten vom Trend profitieren können – denn ein selbstfahrendes Elektroauto wird ein Vielfaches an Chips brauchen als die heutigen Autos.“

In den zurückliegenden Jahren hat das Fondsmanagement stets einen guten Riecher bei den Trends von morgen bewiesen – das zeigt sich ja allein an der sehr erfolgreichen Kursentwicklung. Blickt man zum Beispiel auf 2018 zurück war MainFirst früh bei den Themen digitale Werbung mit Unternehmen wie Facebook und Tencent engagiert, oder bei Artificial Intelligence mit Nvidia und Keyence. Alle diese Namen stehen für hohe Wachstumsraten und hohe Kursgewinne. Mittlerweile verwaltet das Team mehr als 340 Mio. Euro im MainFirst Global Equities Fund. Die Mittelzuflüsse des Fonds belaufen sich im aktuellen Jahr auf 34 Mio. EUR.

Oft ist auch interessant, was sich nicht im Portfolio befindet

Der Anteil von Investitionen im Finanzsektor liegt im Fonds ausgesprochen niedrig. „Bei einem Zielwert von 20 % organischem Umsatzwachstum kommen für uns Investments bei klassischen Banken oder Versicherungen nicht in Frage. Banken und Versicherungen werden in den nächsten Jahren eher stagnierende oder gar rückläufige Ergebnisse zeigen“ vermutet Schwarz. Durch die Innovationen der großen Plattformen oder Fintechs könnte das traditionelle Geschäftsmodell von Banken und Versicherungen immer mehr unter Druck geraten: „Uns gefallen hingegen innovative Geschäftsmodelle wie die von Paypal, Mastercard, Square, Adyen oder Upstart. Letzteres spezialisiert sich beispielsweise darauf, mit ihren Analysen, die sich auf Künstliche Intelligenz stützen, die Ausfallquote bei Privatkrediten in den USA um 70 Prozent zu reduzieren.“

Auch der gerade in Pandemiezeiten andernorts bevorzugte Medizin/Pharmabereich ist im Fonds unterrepräsentiert. „Bei den klassischen Pharmafirmen fehlt uns auf Sicht der nächsten 10 Jahre die Visibilität. Aktuelle Blockbuster bekommen nach Patentablauf generische Konkurrenz und sind dann wirtschaftlich weitgehend wertlos. Auch Auswirkungen von Nebenwirkungen und das damit verbundenen Klagerisiko, der Preisdruck durch neue Konkurrenzprodukte und Veränderungen der Gesundheitspolitik sind nicht vorhersehbar“ sieht Schwarz diesen Bereich im Vergleich zu Techologieaktien mit erhöhten Risiken behaftet. Der Blick ins Portfolio spiegelt diese Grundeinstellung natürlich wider: Die Tech-Riesen Nvidia, Amazon, PayPal und Adobe finden sich unter den Top Ten, dazu ASML, Taiwan Semi und LG Chem für den Bereich Halbleiter/Elektromobilität. LVMH und L´Òreal sowie Vestas komplettieren die Top Picks. Je nach Stresslevel an den Märkten werden die Aktienpositionen abgesichert. Derzeit (31.8.) beträgt die Brutto-Aktienquote 99,01%, die Netto-Quote 91,81%.

Nachhaltigkeit durch unabhängige Labels dokumentiert

Grundsätzlich verpflichtet sich MainFirst bei allen Investments, den Prinzipien für verantwortungsbewusstes Investieren (UNPRI) zu genügen. Der Fonds berücksichtigt ökologische oder soziale Merkmale, allerdings ist Nachhaltigkeit selbst nicht sein Kernziel – es ist also nicht angedacht, aus dem Sondervermögen etwa ein Artikel 9-Fonds zu machen. Vielmehr begreift das Management fehlende Nachhaltigkeit als ein Risiko, das es zu vermeiden gilt. „Nachhaltiges Investieren bedeutet für uns die ESG-Risiken als zentralen Bestandteil des Investmentprozesses mit in die Investmententscheidung einfließen zu lassen“ lässt MainFirst wissen.

Der Global Equities Fund soll im Durchschnitt einen besseren ESG-Risiko Score als der MSCI World Index aufzeigen. „Dazu ziehen wir die Analysen der externen Ratingagentur Sustainalytics heran.“ Zum Ende August betrug dieser Score 20,66, der Vergleichsindex 21,42. Allerdings scheut sich das Management nicht, auch Unternehmen ins Portfolio zu nehmen, die von den Dienstleistern noch nicht ESG-bewertet sind. Die ESG Risk Score Coverage beträgt 92,65 % gegenüber 99,75 % des Vergleichsindex.

Die umfassend nachhaltige Ausrichtung wird durch die entsprechenden Siegel bestätigt. Das „FNG-Siegel“ als der Qualitätsstandard für nachhaltige Investmentfonds im deutschsprachigen Raum wurde dem Fonds mit einem von drei möglichen Sternen verliehen. Zudem erhielt der Fonds das Qualitätssiegel „LuxFlag ESG Label“ der unabhängigen und internationalen Labelling-Agentur für nachhaltige Investmentfonds Luxembourg Finance Labeling Agency. Das Europäische Transparenz-Logo für Nachhaltigkeitsfonds (www.eurosif.org) kennzeichnet, dass MainFirst Affiliated Fund Managers (Deutschland) GmbH sich verpflichtet, korrekt, angemessen und rechtzeitig Informationen zur Verfügung zu stellen, um Interessierten, insbesondere Kunden, die Möglichkeit zu geben, die Ansätze und Methoden der nachhaltigen Geldanlage des jeweiligen Fonds nachzuvollziehen.

Besonderer Fokus wird auf die Klimawirkung des Portfolios gelegt. „Unser Ziel ist es mit wissenschaftsbasierten Klimawirkungsanalysen nachweisbare Transparenz zu schaffen.“ Zusammen mit dem Klimatrik-Anbieter right. based on science GmbH werden hierzu die ökonomischen und ökologischen Aspekte der Dekarbonisierung in einer greifbaren Gradzahl aufbereitet. Mit Blick auf die Ziele des Pariser Klimaabkommens berechnet right. based on science den Beitrag des Portfolios sowie der Benchmark zum Klimawandel (Erderwärumung). Demnach trägt der MainFirst Global Equities Fund 1,1 °C (Stand: 01.01.2021) weniger als seine Benchmark MSCI World zur Erderwärmung bei und bestätigt somit seinen ökologischen Anspruch.

Fazit

Der MainFirst Global Equities führt die einschlägigen Nachhaltigkeits-Schlagwörter nicht im Titel, ist aber wesentlich ESG-konformer aufgestellt als zahlreiche entsprechend vermarktete Angebote. Der Fonds bringt eine geballte Ladung Zukunftstechnologien ins Anlegerportfolio und hat sich in den vergangenen Jahren den Status eines Kerninvestments erarbeitet.

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