Flexibler Mischfonds - Lloyd Fonds - WHC Global Discovery jetzt mit mehr Dynamik

28. August 2020 | Mischfonds

Flexibler Mischfonds - Lloyd Fonds - WHC Global Discovery jetzt mit mehr Dynamik

Portfoliomanager Markus Wedel: „Neben dem starken Preisverfall im Bondbereich hat uns die mangelnde bis nichtmögliche Handelbarkeit in der Krise dazu veranlasst, bis auf weiteres die Aktiengewichtung zu erhöhen.“

Fondsinitiator und Portfoliomanager Markus Wedel lenkt den Lloyd Fonds - WHC Global Discovery (ISIN: DE000A0YJMG1) seit nunmehr zehn Jahren durch alle Fahrwasser des Kapitalmarktes. Der vermögensverwaltende Mischfonds konnte sich in sämtlichen Zeiträumen behaupten und hat die ausgegebene Jahres-Zielperformance rückblickend erreichen können.

„Müssen ein verlorenes erstes Halbjahr akzeptieren“

Markus Wedel musste – wie viele andere Vermögensverwalter auch – reagieren, als sich die Krise an den Kapitalmärkten zu Mitte des ersten Halbjahres abzeichnete. Die Aktienquote wurde zeitweise auf unter 50 Prozent reduziert und entsprechend hohe Cash-Beträge aufgebaut: „Leider war das Bond-Portfolio diesmal keine Stütze, sondern war sogar am stärkeren Kursrückgang beteiligt“, erklärt Wedel in der Webkonferenz mit FondsDISCOUNT.de. Erste Bodenbildungstendenzen und Lichtblicke hinsichtlich der Lockdown-Erleichterungen seien dann im April bis in den Mai hinein feststellbar gewesen. Dementsprechend habe Wedel Shortpositionen in den Future-Positionen mit Gewinn auflösen können. Zudem hatte er zu dem Zeitpunkt wieder damit begonnen, Zykliker aus der Watchlist zu kaufen bzw. wieder aufzustocken. „Wir müssen ein verlorenes erstes Halbjahr akzeptieren mit einem vermeintlichen Tiefpunkt im zweiten Quartal“, so Markus Wedel weiter. Trotzdem nimmt der Fondslenker auch Learnings aus der Krise mit. Mit der Erfahrung der mangelnden Handelbarkeit von Rentenpapieren, wurde die Anleihen-Quote bis auf Weiteres gesenkt. Mit einer gleichzeitigen Steigerung der Aktienquote ist der Mischfonds nun dynamischer ausgerichtet. Mittlerweile sind die Verluste geschluckt – der Fonds liegt im Jahresrückblick mit einigen Prozentpunkten wieder im Plus.

Aktuelle Positionierung: Zykliker übergewichtet

Portfoliomanager Wedel hält zyklische Aktien aktuell für sehr interessant. Dafür spricht aus seiner Sicht der Marktzyklus: „Vermutet man, dass die Talsohle erreicht ist und die Konjunktur wieder Rückenwind gewinnt – ggf. begleitet mit Zinssenkungen und Konjunkturpaketen – dann sollte die Zeit der Zykliker gekommen sein.“ Vergangene Krisen (Dotcom-Blase/Finanzkrise) haben laut Wedel gezeigt, dass bei steigenden Märkten die Bewertungen zyklischer Aktien gestiegen sind. Nun stehe eine interessante Aufholjagt dieser Werte bevor. Zykliker sind beim Lloyd Fonds - WHC Global Discovery aktuell mit 45 Prozent gewichtet. „Diese Positionen sind sehr günstig bewertet, weisen aber gleichzeitig solide Bilanzen vor. Zudem vertreiben diese Unternehmen attraktive Produkte und bieten einen spannenden mittelfristigen Ausblick.“ Der Anteil an Wachstums-Aktien betrage 31 Prozent (z.B. Gaming), der an Defensiv-Aktien 24 Prozent.

Wie bereits erwähnt hat Wedel seinen Fonds dynamischer ausgerichtet: „Neben dem starken Preisverfall im Bondbereich hat uns die mangelnde bis nichtmögliche Handelbarkeit in der Krise dazu veranlasst, bis auf weiteres die Aktiengewichtung zu erhöhen“, erklärt Wedel. Diese sei aufgrund des positiven Ausblickes ab April auf aktuell rund 84 Prozent erhöht worden. Anleihen haben momentan einen Anteil von rund 9,5 Prozent, Cash und Gold zusammen rund 6,5 Prozent.

Top-10-Aktien als Performance-Treiber

Markus Wedel investiert langfristig mehrheitlich in mittelständische Unternehmen in der DACH-Region und Skandinavien. Skandinavien profitiere von einer niedrigen Verschuldung und einer lebhaften Aktienkultur. Für Wedel agieren in dieser Region viele Hidden Champions in profitablen Nischen, die ESG-Kriterien seien schon länger verankert: „Daher zieht Skandinavien auch immer mehr ausländisches Kapital an und hat steigende Bewertungen und eine bessere Handelbarkeit.“

Hinsichtlich der Fokussierung auf den Mittelstand sieht er Vorteile, da Informationsineffizienten und Fehlbewertungen am Markt bestehen können. Wedel bevorzugt familiengeführte Unternehmen: „Diese Gesellschaften sind mit solidem Eigenkapital ausgestattet und verfügen zudem über ein verantwortungsvolles Management.“ Der im Jahr 2010 aufgelegte Fonds agiert mit Absolut-Return-Strategie und ist dementsprechend auf absolute Renditen ausgelegt. Das Renditeziel ist mit acht Prozent p.a. angegeben. „Trotz der vielen kleinen und größeren Krisen hat der Fonds in den zehn Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,7 Prozent p.a. erwirtschaften können“, sagt Wedel.

Der Großteil der Performance beim Lloyd Fonds - WHC Global Discovery wird nach den Ausführungen von Markus Wedel aus den Top-10-Beteiligungen erwirtschaftet. Die Gewichtung nach Fondsvolumen liegt bei diesen Titeln demnach aktuell bei rund 37 Prozent – diese variierte rückblickend zwischen 35 bis 45 Prozent. Der durchschnittliche Performance-Anteil pro Jahr wird mit 61 Prozent angegeben. Die hohe Fokussierung auf diese Kerninvestments ist der Teil der Strategie: „In diesen Unternehmen haben wir zum Teil Aufsichtsratsmandate inne oder pflegen ein enges Verhältnis zum Vorstand.“ Die größte Position des Portfolios ist der Finanzdienstleister MLP. Vorn dabei sind auch das auf erneuerbare Energien ausgerichtete Bremer Unternehmen Energiekontor und das dänische Unternehmen Asetek – das auf Flüssigkeitskühlungslösungen für Computersysteme spezialisiert ist.

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