Disruptive Technologien

Spektakuläres Wachstum in den vergangenen Jahren

Der von Catherine Wood geführte ARK Innovation ETF (ARKK) gehörte bis zuletzt zu den begehrtesten börsengehandelten Fonds in den USA. Vor allem im vergangenen Jahr zog der Flaggschiff-ETF von Ark Investment Management immer mehr Aufmerksamkeit auf sich und konnte ein Volumen von über 25 Milliarden US-Dollar generieren. Nicht ohne Grund: Bereits im Jahr 2017 verbuchte der Fonds ein gewaltiges Plus im hohen zweistelligen Bereich. Im Jahr 2020 hatte ARKK den Wertzuwachs sogar verdreifachen können. Bezüglich der annualisierten Fünf-Jahres-Rendite konnte der S&P 500 im gleichen Zeitraum nur etwa ein Drittel der Rendite erzielen. Cathie Wood, ehemals bei Alliance Bernstein, hatte hierbei ein gutes Händchen für Wachstumstitel und Trendaktien, ging dabei auch einige langfristige Technologiewetten ein. Das letzte All-time high wurde im Februar 2021 erreicht.

ETF und doch aktiv: Was ist die Strategie von ARK Invest?

ARKK ist ein aktiv gemanagter Investmentfonds im ETF-Mantel. Das heißt: Das Portfoliomanagement orientiert sich nicht an einem Index und wählt aktiv die Einzeltitel aus. Trotzdem ist der Fonds nur über die Börse zu erwerben und zu veräußern (>> Exchange Traded Fund / ETF) und nicht über die Investmentgesellschaft. Portfoliomanagerin Cathie Wood investiert global in große Unternehmen (Mega-Caps/Large Caps), die dem Anlagethema disruptive Innovation entsprechen. Dabei legt sie sich nicht auf Technologieaktien fest. Ein Drittel des Fondsvermögens ist in Aktien des Gesundheitswesens angelegt, davon rund 18 Prozent in Biotech-Titeln. Kommunikationsdienstleister spielen auch eine nicht unwesentliche Rolle. Diese Sektoren – Informationstechnologie, Healthcare und Kommunikation – nehmen fast 80 Prozent des Fondsvermögens ein. Zu den Top-Positionen im Juni 2021 gehörten Tesla, Software-Hersteller Roku und Telemedizin-Spezialist Teladoc Health.

Hedgefonds setzen ARK Innovation unter Druck

Seit dem letzten All-time high im Februar musste der ARK Innovation ETF jedoch Einbußen hinnehmen. Und dies, obwohl die meisten Indizes weltweit recht gut performten. Seitdem kommt vermehrt Kritik auf. So bestehen Zweifel, dass dieses Konzept des überdimensionalen Wachstums aufgeht. Einige Kapitalmarktexperten geben an, dass die Fixierung auf Wachstumswerte dazu führen kann, dass der Fonds im Vergleich zu den Gewinnen und den Umsätzen der Unternehmen zu einem zu hohen Preis gehandelt werde. Abflüsse könnten schnell zu einer Abwärtsspirale führen, gerade, weil der Fonds bei Daytradern und Leerverkäufern sehr beliebt ist. In den letzten Monaten haben laut Bloomberg mehrere Hedgefonds Short-Positionen im ARK Innovation ETF eröffnet (z.B. Laurion Capital Management LP). Die Short-Quote am ETF lag laut dem spezialisierten Datenanbieter S3 Partners im August 2021 bei einem Rekordwert von zwölf Prozent. Zuletzt hatte auch Investor-Ikone Michael Burry öffentlich bekanntgegeben, dass er beim ARK Innovation ETF auf fallende Kurse gesetzt habe. Darauf reagierte Catherine Wood mit Unverständnis und erklärte, Burry verstehe die Grundlagen nicht, die starkes Wachstum und Investitionen im Innovationsbereich schaffen.

Ist der ARK Innovation ETF in Deutschland handelbar?

Der ARK Innovation ETF und sämtliche andere Produkte von ARK Invest sind in Deutschland aktuell nicht handelbar. Der Grund: Diese Produkte entsprechen nicht den in der EU vorgeschriebenen UCITS-Richtlinien und sind in Deutschland von der BaFin nicht zugelassen. Die ARK-Fonds verfügen nämlich nicht über die unter UCITS-Richtlinie vorgeschriebenen Informationen für Anleger. Dazu zählen beispielsweise vereinfachte Verkaufsprospekte (KIID/WAI) oder Halbjahres- und Jahresberichte. Zudem sind Anleger hinsichtlich ihres angelegten Vermögens nicht abgesichert. Derzeit ist der Erwerb nur über US-amerikanische Broker möglich. Achtung: Bei diesen nicht in Deutschland zugelassenen Fondsprodukten besteht das Risiko einer Doppelbesteuerung auf Fondsebene sowie auf Anlegerebene.

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